Parasit und Krankheit

Morphologie

Der Körper von Otodectes cynotis ist oval. Die ersten drei Beinpaare überragen deutlich bei allen Stadien seitlich den Körper. Die Larve hat drei Beinpaare.
Die erste Nymphe (Protonymphe), zweite Nymphe (Deutonymphe) und die adulten Weibchen und Männchen haben vier Beinpaare, wobei nur beim Männchen das vierte Beinpaar deutlich ausgeprägt ist.
Das erste und das zweite Beinpaar haben kurze ungegliederte Haftstiele mit Haftglocken. Beim Männchen sind diese auch am dritten und vierten Beinpaar zu finden.

Die Eier sind weißlich und länglich-oval.

Größen

  • Weibchen 345–500 x 270–350 µm
  • Männchen 275–400 x 210–300 µm
  • Nymphenstadien 290–380 x 200–270 µm
  • Larve 240–150 µm
  • Ei ca. 170–200 µm

Entwicklungszyklus

Die Entwicklung zur adulten Milbe über ein Larven-, und zwei Nymphenstadien dauert durchschnittlich 3 Wochen.

Ohne Wirt kann die Milbe nur einige Tage überleben.

Das Männchen tritt mit Teleonymphen in Kopulation. Die Befruchtung findet unmittelbar nach der Häutung der Nymphe zum Weibchen statt.

Verbreitung

Die Übertragung erfolgt in erster Linie durch direkten Kontakt. Otodectes cynotis ist bedingt wirtsspezifisch. Sie befällt vor allem Carnivoren.

Krankheitssymptomatik

Die Milbe lebt im äußerer Gehörgang bzw. der inneren Ohrmuschel, wo sie die Zellen der Epidermis ansticht und sich von der austretenden Lymphflüssigkeit ernährt.

Das verursacht Juckreiz und vermehrte Absonderung von Cerumen und Exsudat. Die Folge sind Entzündungen im Gehörgang - Otitis externa parasitaria. Durch Sekundärinfektionen wird der Prozess eitrig. Dann sind meist keine Milben mehr zu finden.

Es befindet sich rötlich-braunes bis schwarzes Cerumen im äußeren Gehörgang, verbunden mit Juckreiz. Später bilden sich Krusten und Borken am Ohrrand und Ohrgrund.
Der Hund zeigt heftiges Kopfschütteln und Kratzen im Ohrbereich.

Diagnostik

Typisch ist reichlich rötlich-braunes bis schwarzes Cerumen im äußeren Gehörgang. Bei Adspektion des Gehörganges mit Hilfe des Otoskopes sind lebende Milben und Eier sichtbar. Dabei sollten Sie zuerst das Otoskop positionieren und dann das Licht einschalten, da die Milben sonst vor der Helligkeit fliehen.

Entnehmen Sie etwas Cerumen oder eine Ohrtupferprobe und weisen Sie die Milben unter dem Mikroskop nach.

Differentialdiagnose

Flohspeichelallergie, bakterielle Ohrinfektionen, Malasseziainfektion

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