Parasit und Krankheit

Morphologie

Weibliche adulte Flöhe werden 2-4 mm groß, männliche 2-3 mm. Sie sind bräunliche, flügellose Insekten mit seitlich komprimiertem Körper. Das 3. Beinpaar ist als Sprungbeine ausgebildet.

Floheier sind 0,5-0,6 mm lang, oval, milchig-weiß und glänzend.

Die Larven sind 1-6 mm lang (je nach Art und Stadium), beborstet, gelblich-weiß, schlank, segmentiert, ohne Beine und haben eine deutliche, braune Kopfkapsel mit kauenden Mundwerkzeugen.

Die Puppe mit Kokon ist ein ca. 3-5 mm ovoides Gebilde, an dessen klebriger Oberfläche Partikel aus der Umgebung haften.

Beide Geschlechter saugen Blut.

Entwicklungszyklus

Der Entwicklungszyklus dauert bei Zimmertemperatur durchschnittlich 3-5 Wochen (maximal bis zu 30 Wochen). Optimal für alle Stadien sind etwa 25°C und eine relative Luftfeuchtigkeit von 80%. Kälte und Trockenheit sind keine guten Bedingungen für Flöhe.

Die Kopulation erfolgt auf dem Wirtstier. 24-48 Stunden nach der ersten Blutaufnahme legt ein Weibchen ca. 25 Eier pro Tag direkt auf dem Wirt ins Fell. Viele davon fallen nach kurzer Zeit zu Boden. Insgesamt legt ein Flohweibchen in seinem Leben bis zu 2000 Eier.

Innerhalb von 1 - 10 Tagen schlüpft daraus das 1. Larvenstadium, welches sich von organischen Abfällen und Flohkot ernährt. Die Larven meiden das Licht und verkriechen sich in Ritzen, Spalten, Textilien und Teppichfasern.

Abhängig von Temperatur und relativer Luftfeuchte häuten sich die Larven zweimal innerhalb von 1-4 Wochen. Insgesamt werden 3 Larvenstadien durchlaufen.

Die bis zu 5 mm lange bräunliche Drittlarve verpuppt sich in einem selbstgesponnenen 3-5 mm großen klebrigen Kokon, der sie gut vor äußeren Einflüssen schützt. Staub und Schmutz haften an der Oberfläche, wodurch der Kokon gut getarnt und zusätzlich geschützt ist.

Der adulte Floh schlüpft nach 10-140 Tagen. Dies erfolgt erst bei bestimmten Reizen wie Erschütterung des Bodens, Wärme, Kohlendioxid. Diese bedeuten, dass ein Wirt in der Nähe ist.
Vor der ersten Blutmahlzeit können adulte Flöhe ca. 2-8 Wochen ohne Wirt überleben. Nach der ersten Blutaufnahme sind sie nur noch 24h ohne Blut lebensfähig.

Ein Floh kann bis zu 110 Tagen am Wirt leben, in der Regel aber nicht länger als 3 Wochen.

Verbreitung

Eine Ansteckung erfolgt meist über direkten Kontakt mit infizierten Tieren. Flöhe können etwa einen halben Meter weit springen und so ihren neuen Wirt erreichen.

In Wohnungen kann man das ganze Jahr über Flöhe finden, wenn sie nicht bekämpft werden.

Krankheitssymptomatik 

Erwachsene Flöhe beider Geschlechter sind Blutsauger und saugen pro Tag etwa 30 Minuten lang Blut. Beim Stich wird die Haut verletzt. Zusätzlich sondert der Floh zusammen mit dem Speichel Substanzen ab, die die Blutgerinnung verhindern. Diese verursachen in der Haut des Wirtstieres eine Entzündung und auch allergische Reaktionen. Deshalb führt ein Flohstich zu stark juckenden Hautveränderungen, wie Quaddeln und Erytheme deren Ausmaß von der individuellen Reaktion des Körpers auf die Irritation abhängt. Kratzen kann Sekundäreffloreszenzen verursachen.

Ein Massenbefall kann zu Ekzemen, Abmagerung und Anämie führen.

Bei einer Flohspeichelallergie, für deren Auslösung ein Floh ausreicht, finden Sie juckende Papeln und Erytheme mit diffusen, großflächigen Alopezien primär an Rücken, Unterbauch und den Kaudalkonturen der Hintergliedmaßen.

Diagnostik

Da Flohstiche Juckreiz verursachen, kratzen und beißen sich die Tiere und sind unruhig, oder zeigen gar Hautveränderungen im Bereich der Kruppe, des Schwanzansatzes oder der unbehaarten Bauchseite.
Kämmen Sie den Patienten mit einem feinen Kamm oder scheiteln Sie das Fell, Sie werden dort und auch im Lager des Hundes Flöhe und kleine braunrote bis schwarze Partikel finden. Legen Sie diese Krümel auf ein feuchtes weißes Tuch. Wenn sich darum herum rötlichbraune Höfe bilden, handelt es sich um Flohkot, der zum größten Teil aus halbverdautem Blut besteht.

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