Behandeln Sie alle Tiere, die mit dem befallenen Hund Kontakt hatten. Auch Bürsten, Halsbänder, Decken usw. sollten mit einem Akarizid behandelt werden. Eine sorgfältige Umgebungsbehandlung ist sehr wichtig für den Therapieerfolg. Das betroffene Tier sollte für die Dauer der Behandlung von anderen isoliert werden.
Wichtig ist es auch, nach der Infektionsquelle zu suchen, um einem Neubefall vorzubeugen. In Frage kommen z.B. Züchter, Händler, Vorbesitzer, Ausstellungen, Deckakte, Welpentreffen, der Hundefriseur und alle Kontakttiere.
Eine äußerliche Behandlung reicht meist aus. Wichtig ist allerdings, auch kritische Bereiche wie Ohrmuscheln mitzubehandeln.
Bei einer systemische Behandlung mit makrozyklischen Laktonen tritt der Erfolg verzögert ein. Eine mögliche Erklärung dafür könnte sein, dass Milben nicht jeden Tag Gewebsflüssigkeit und somit das Präparat aufnehmen.
Als unterstützende Maßnahme zur Hautgeneration können Sie 1-2x wöchentlich mit speziellen Shampoos (Teer-Schwefel-Salicylsäure) behandeln.
| Wirkstoff | Wirkweise | |
| Pyrethrine | Durch eine Blockade der Natriumkanäle an der Axonplasmamembran ist die Repolarisation gestört. Dadurch kommt es zur Dauerdepolarisation und schließlich zu Krämpfen und Lähmung. Vergiftungserscheinungen bei Säugern treten selten auf, überwiegend bei Dauerbelastung oder sehr hohen Dosierungen. | |
| Pyrethroide | Durch eine Blockade der Natriumkanäle an der Axonplasmamembran ist die Repolarisation gestört. Dadurch kommt es zur Dauerdepolarisation und schließlich zu Krämpfen und Lähmung der Flöhe. Vergiftungserscheinungen bei Säugern treten selten auf, überwiegend bei Dauerbelastung oder sehr hohen Dosierungen. |
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| Alkylphosphate | Alkylphosphate und Acetylcholinesterase gehen eine zunächst reversible Bindung ein, die nach mehreren Stunden irreversibel wird. Darum kann der Neurotransmitter Acetylcholin nicht mehr abgebaut werden und es kommt zu einer Acetylcholinvergiftung der Parasiten. Vergiftungserscheinungen treten beim Säugern durch die rasche Resorption zumeist schon nach wenigen Stunden auf. |
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| Phenylpyrazole | Dieser Antagonist der GABA-Rezeptoren führt zu einer Blockade der g-Aminobuttersäure gesteuerten Chloridkanäle, indem er den Chlorideinstrom hemmt. Es kommt dadurch zu Hyperexzitation und schließlich zum Tod der Parasiten. |
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| Carbamate | Carbamate bilden mit Acetylcholinesterase eine reversible Bindung, wodurch das Enzym einige Minuten gehemmt wird. Es kommt zur Anhäufung von Acetylcholin und somit zur Acetylcholinvergiftung der Flöhe. Vergiftungserscheinungen treten bei Säugern durch die rasche Resorption zumeist schon nach wenigen Stunden auf. |
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