Insektizide werden am besten als Bad oder durch Besprühen/Bestäuben aufgebracht. Gehen Sie bei langhaarigen Tieren besonders gründlich dabei vor.
Wiederholen Sie die Behandlung nach ein bis zwei Wochen. Dies ist nötig, da die Wirkung der Insektizide auf die Eier nicht zufriedenstellend ist und dann die inzwischen geschlüpften Larven mit erfasst werden können.
Es sollten auch alle Hunde, die mit dem infizierten Tier Kontakt hatten, behandelt werden.
Eine spezielle Umgebungsbehandlung ist nicht nötig. Es reicht aus, den Schlafplatz, Decken usw. zu reinigen.
| Wirkstoff | Wirkweise | |
| Pyrethrine | Durch eine Blockade der Natriumkanäle an der Axonplasmamembran ist die Repolarisation gestört. Dadurch kommt es zur Dauerdepolarisation und schließlich zu Krämpfen und Lähmung. Vergiftungserscheinungen bei Säugern treten selten auf, überwiegend bei Dauerbelastung oder sehr hohen Dosierungen. | |
| Alkylphosphate | Alkylphosphate und Acetylcholinesterase gehen eine zunächst reversible Bindung ein, die nach mehreren Stunden irreversibel wird. Darum kann der Neurotransmitter Acetylcholin nicht mehr abgebaut werden und es kommt zu einer Acetylcholinvergiftung der Parasiten. Vergiftungserscheinungen treten beim Säugern durch die rasche Resorption zumeist schon nach wenigen Stunden auf. CAVE: Katzen unter einem Jahr reagieren empfindlich! Vorsicht auch bei anderen Jungtieren. |
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| Carbamate | Carbamate bilden mit Acetylcholinesterase eine reversible Bindung, wodurch das Enzym einige Minuten gehemmt wird. Es kommt zur Anhäufung von Acetylcholin und somit zur Acetylcholinvergiftung der Flöhe. Vergiftungserscheinungen treten bei Säugern durch die rasche Resorption zumeist schon nach wenigen Stunden auf. |
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| Nitroguanidine | Imidacloprid bindet irreversibel speziell an die postsynaptischen Nikotinrezeptoren von Insekten und unterbricht so die Reizleitung. |
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| Makrozyklische Laktone | Die präsynaptische Freisetzung des inhibitorischen Neurotransmitters g-Aminobuttersäure (GABA) und die verstärkte Bindung an die postsynaptische Membran werden stimuliert. Zusätzlich wird die Übertragung an Motoneuronen gehemmt, so dass es zur Lähmung kommt. Da GABA beim Wirbeltier nur als Neurotransmitter im ZNS vorkommt, sind Vergiftungen beim Säuger nur möglich, wenn es zu einer Penetration der Makrozyklischen Laktone ins ZNS gekommen ist. Normalerweise können diese aber die Blut-Hirnschranke nur schwer überbrücken. Ivermectin->CAVE bei Bobtail, Collie und deren Mischlingen sowie Australischen Schäfern, Shetland Sheepdogs und verwandten Rassen! Ivermectin, Doramectin, Moxidectin sind in Deutschland nicht für Kleintiere zugelassen. Selamectin ist nur zur Applikation auf die Hautoberfläche bestimmt. Nicht oral und nicht parenteral verabreichen! -Selamectin ist bei Hunden und Katzen erst ab dem Alter von 6 Wochen oder älter angezeigt. |
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| Phenylpyrazole | Dieser Antagonist der GABA-Rezeptoren führt zu einer Blockade der g-Aminobuttersäure gesteuerten Chloridkanäle, indem er den Chlorideinstrom hemmt. Es kommt dadurch zu Hyperexzitation und schließlich zum Tod der Parasiten. |
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| Pyrethroide | Durch eine Blockade der Natriumkanäle an der Axonplasmamembran ist die Repolarisation gestört. Dadurch kommt es zur Dauerdepolarisation und schließlich zu Krämpfen und Lähmung der Flöhe. Vergiftungserscheinungen bei Säugern treten selten auf, überwiegend bei Dauerbelastung oder sehr hohen Dosierungen. |
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