Glossar

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A

Alkylphosphate
Alkylphosphate und Acetylcholinesterase gehen eine zunächst reversible Bindung ein, die nach mehreren Stunden irreversibel wird. Darum kann der Neurotransmitter Acetylcholin nicht mehr abgebaut werden und es kommt zu einer Acetylcholinvergiftung der Parasiten. Vergiftungserscheinungen treten bei Säugern durch die rasche Resorption zumeist schon nach wenigen Stunden auf.

CAVE: Katzen unter einem Jahr reagieren empfindlich! Vorsicht auch bei anderen Jungtieren.
Alopecia androgenica
s. Androgenetische Alopezie
Alopezie
(vermehrter) Haarausfall.
Amidine
Amitraz Die Wirkung von Amitraz beruht auf einem antagonistischen Effekt auf Oktopaminrezeptoren im Gehirn der Parasiten. Dies führt zu Übererregbarkeit, abnormen Verhalten, Paralyse und Tod. Als Nebenwirkung kann vorübergehende Sedation auftreten. Da Katzen besonders empfindlich gegenüber Amitraz sind, sollte es bei Ihnen nicht angewandt werden. Ist in Deutschland für Kleintiere nur bei Demodikose des Hundes zugelassen.
Amitraz
Amidine

Die Wirkung von Amitraz beruht auf einem antagonistischen Effekt auf Oktopaminrezeptoren im Gehirn der Parasiten. Dies führt zu Übererregbarkeit, abnormen Verhalten, Paralyse und Tod. Als Nebenwirkung kann vorübergehende Sedation auftreten. Da Katzen besodners empfindlich gegenüber Amitraz sind, sollte es bei Ihnen nicht angewandt werden. Ist in Deutschland für Kleintiere nur bei Demodikose des Hundes zugelassen.
Androgenetische Alopezie
Hormonell erblich bedingter Haarausfall. Er ist mit ca. 80 bis 90% die häufigste Form des Haarausfalls bei Frauen. Ursache ist meist eine erblich bedingte erhöhte Empfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber männlichen Sexualhormonen. Die Haarwurzeln verkleinern sich und werden nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt. Typisches Muster ist eine Lichtung der Haare in der Scheitelregion.
Anorexie
Appetitlosigkeit.
Anämie
Blutarmut, absolute Reduzierung der Erythrozytenzahl bezogen auf das gesamte Blutvolumen Zur Feststellung einer Anämie werden die Erythrozyten gezählt oder die Hämoglobinkonzentration in der Blutflüssigkeit einer kleinen Blutprobe ermittelt. Nur wenn das Blutvolumen normal ist, kann eine Verminderung der Konzentration bei einer Anämie festgestellt werden.

Bei einer Anämie durch Blutverlust bleibt die Konzentration gleich, trotzdem besteht absolut gesehen ein Mangel.
Axilla
Achsel bzw. Achselhöhle.
adult
erwachsen

B

Babesiose
Durch Babesia canis hervorgerufene Krankheit, Symptome sind Apathie, Mattigkeit, Fieber, Anämie, Milzvergrößerung, Gelbsucht, z.T. Bewegungsstörungen mit epileptischen Anfällen.
Bilanzierte Diät
PRIORIN® ist eine ergänzende bilanzierte Diät. Darunter versteht man diätetische Lebensmittel, welche die Behandlung von Krankheiten oder Stoffwechselstörungen ernährungsmedizinisch unterstützen sollen. Anders als vollständig bilanzierte Diäten, die den kompletten Bedarf eines Menschen abdecken, enthalten ergänzende bilanzierte Diäten nur spezielle Nährstoffe (wie z.B. Vitamine und Mineralstoffe) in einer festgelegten Menge. So enthält PRIORIN® Nährstoffe, welche die Haarwurzeln bei hormonell erblich bedingten Haarwachstumsstörungen und Haarausfall der Frau stärken.
Biotin
Biotin ist ein wasserlösliches Vitamin der B-Gruppe. Es ist u.a. wichtig für den Aufbau der Haut, der Haare und der Nägel
Borreliose
Durch Borrelia burgdorferi hervorgerufene, auch beim Menschen auftretende Krankheit. Symptome sind Erythema migrans, Fieber, Mattigkeit, später Ekzeme, Lähmungserscheinungen, Störungen der Nierenfunktion, Gelenkentzündungen.

C

Caniden
Hunde bzw. hundeartige
Carbamate
Carbamate bilden mit Acetylcholinesterase eine reversible Bindung, wodurch das Enzym einige Minuten gehemmt wird. Es kommt zur Anhäufung von Acetylcholin und somit zur Acetylcholinvergiftung der Flöhe. Vergiftungserscheinungen treten bei Säugern durch die rasche Resorption zumeist schon nach wenigen Stunden auf.
Carnivoren
Fleischfresser
Cerumen
Sekret der Talg- und Schmalzdrüsen des äußeren Gehörganges (Ohrenschmalz).
Cysticercoid
Finnenstadium, infektionsfähiges Entwicklungsstadium des Bandwurms.

D

Dipylidium caninum
Gurkenkern-Bandwurm

E

Ehrlichiose
Durch Ehrlichia canis hervorgerufene Krankheit, Symptome ähnlich wie bei Babesiose.
Ekzem
Juckflechte, juckende, flächenhafte entzündliche Erkrankung der Oberhaut und des Papillarkörpers.
Erythem
Entzündliche Rötung der Haut, bedingt durch Hyperämie.
Erythema migrans
"Wanderndes Erythem", "Wanderröte"; typisches Anzeichen für Borreliose nach Zeckenstich.

Tage bis Wochen nach dem Biss kreisförmige Hautrötung um Einstichstelle, später von der Mitte aus verblassend und in ringförmige Rötung übergehend, die monatelang über den Körper wandern kann.
Exsudat
Durch Entzündung bedingter Austritt von Flüssigkeit und Zellen aus den Blutgefäßen und Lymphbahnen.

F

Fenoxycarb
Fenoxycarb bindet sich an Juvenilhormon-Rezeptoren, kann aber von der Juvenilhormonesterase der Larven nicht abgebaut werden.
Fipronil
Dieser Antagonist der GABA-Rezeptoren führt zu einer Blockade der g-Aminobuttersäure gesteuerten Chloridkanäle, indem er den Chlorideinstrom hemmt. Es kommt dadurch zu Hyperexzitation und schließlich zum Tod der Parasiten.
Fluphenacur
Lufenuron

Dieser Chitinsyntheseinhibitor wirkt systemisch und muss unbedingt mit einer Mahlzeit verabreicht werden, um die Wirkdauer von 30 Tagen zu erreichen. Die Polymerisation der Chitinmonomere wird verhindert.

H

Haarausfall
Ein Verlust von 50 bis 100 Haaren pro Tag ist normal. Von Haarausfall spricht man erst, wenn täglich mehr als 100 Haare ausfallen.
Haarwurzel
Die Haarwurzel ist der unsichtbare Teil des Haares, der tief in einer Einstülpung der Haut steckt. Die Haarwurzel ist das Zentrum des Haarwachstums. In der Haarwurzel wird das Haar gebildet und über Blutgefäße mit wichtigen Nährstoffen und Vitaminen versorgt.
Halogenierte Kohlenwasserstoffe
Chlorierte zyklische Kohlenwasserstoffe sind schnell wirkende Nervengifte. Der Wirkmechanismus ist nicht genau bekannt, man geht von einer einer Störung der Repolarisation von Nervenzellen durch Offenhalten der Natrium-Poren aus. Dadurch kommt es zu Übererregung und anschliessender Lähmung der Parasiten.

CAVE: Lindan sollte aufgrund erhöhter Empfindlichkeit nicht bei Katzen angewandt werden
Hyperämie
Blutüberfülle eines Organs.

I

Imago
geschlechtsreifes, erwachsenes Insekt
Imidacloprid
Nitroguanidine

Imidacloprid bindet irreversibel speziell an die postsynaptischen Nikotinrezeptoren von Insekten und unterbricht so die Reizleitung.
iatrogen
Durch Handlungen des Arztes hervorgerufen.

K

Kachexie
schlechter Ernährungszustand (Kräfteverfall, Auszehrung)
Komedonen
Mitesser

L

Lichenifikation
flächenhafte Infiltration der Haut mit Vergröberung der Hautfelderung (z.B. bei Ekzemen)
Lufenuron/Fluphenacur
Dieser Chitinsyntheseinhibitor wirkt systemisch und muss unbedingt mit einer Mahlzeit verabreicht werden, um die Wirkdauer von 30 Tagen zu erreichen. Die Polymerisation der Chitinmonomere wird verhindert.
Lymphadenopathie
Erkrankungen der Lymphknoten

M

Makrozyklische Laktone
Die präsynaptische Freisetzung des inhibitorischen Neurotransmitters g-Aminobuttersäure (GABA) und die verstärkte Bindung an die postsynaptische Membran werden stimuliert. Zusätzlich wird die Übertragung an Motoneuronen gehemmt, so dass es zur Lähmung kommt.
Da GABA beim Wirbeltier nur als Neurotransmitter im ZNS vorkommt, sind Vergiftungen beim Säuger nur möglich, wenn es zu einer Penetration der Makrozyklischen Laktone ins ZNS gekommen ist. Normalerweise können diese aber die Blut-Hirnschranke nur schwer überbrücken.

Ivermectin->CAVE bei Bobtail, Collie und deren Mischlingen sowie Australischen Schäfern, Shetland Sheepdogs und verwandten Rassen!

Ivermectin, Doramectin, Moxidectin sind in Deutschland nicht für Kleintiere zugelassen.
Selamectin ist nur zur Applikation auf die Hautoberfläche bestimmt. Nicht oral und nicht parenteral verabreichen!
Selamectin ist bei Hunden und Katzen erst ab dem Alter von 6 Wochen oder älter angezeigt.
Musteliden
Marder bzw. marderartige

N

Nekrose
örtlicher Gewebstod
Nitroguanidine
Imidacloprid

Imidacloprid bindet irreversibel speziell an die postsynaptischen Nikotinrezeptoren von Insekten und unterbricht so die Reizleitung.
Nymphe
Aachtbeiniges Entwicklungsstadium der Zecken und Milbenachtbeiniges Entwicklungsstadium der Zecken und Milben.

O

Othämathom
Hämathom an der Ohrmuschel.
ovioid
eiförmig

P

Papel
Papula, primäre Effloreszenz, bis erbsengroße Knötchen, die in Epidermis, Cutis oder beiden auftreten können.
Parakeratose
Vermehrte Verhornung der Haut.

Daraus resultiert häufig eine vermehrte Schuppenbildung.
Pedipalpen
Kiefertaster oder Tastfühler der Cheliceraten.
Phenylpyrazole
Fipronil

Dieser Antagonist der GABA-Rezeptoren führt zu einer Blockade der g-Aminobuttersäure gesteuerten Chloridkanäle, indem er den Chlorideinstrom hemmt. Es kommt dadurch zu Hyperexzitation und schließlich zum Tod der Parasiten.
Pityriasis
kleieförmige Schuppung
Proglottide
Bandwurmglied
Pruritus
Juckreiz
Prädilektionsstellen
bevorzugte Stellen
Prädisposition
Zustand, der eine Krankheit begünstigt
Pseudoscabies
Durch Sarcoptes-Milben hervorgerufene unangenehm juckenden Hautveränderungen (Papeln durch einbohrende Milben, meist an Rumpf und Armen), Auftreten schon wenige Stunden nach Kontakt; besonders nachts und bei Wärme hochgradiger Juckreiz.

Die Papeln bilden sich ohne Behandlung innerhalb weniger Tage zurück, wenn der Kontakt mit dem Trägertier unterbunden oder selbiges behandelt wurde.
Pyrethrine
Durch eine Blockade der Natriumkanäle an der Axonplasmamembran ist die Repolarisation gestört. Dadurch kommt es zur Dauerdepolarisation und schließlich zu Krämpfen und Lähmung.

Vergiftungserscheinungen bei Säugern treten selten auf, überwiegend bei Dauerbelastung oder sehr hohen Dosierungen.
Pyrethroide
Durch eine Blockade der Natriumkanäle an der Axonplasmamembran ist die Repolarisation gestört. Dadurch kommt es zur Dauerdepolarisation und schließlich zu Krämpfen und Lähmung der Flöhe.
Vergiftungserscheinungen bei Säugern treten selten auf, überwiegend bei Dauerbelastung oder sehr hohen Dosierungen.

CAVE: nicht anwenden bei grossflächigen Hautläsionen, da die Gefahr resorptiver Vergiftungen besteht !
CAVE: Katzen dürfen nur mit Permethrin in Konzentrationen bis zu 0,05% behandelt werden
Pyriproxyfen
Bei Kontakt mit geringen Mengen dieses Juvenilhormonanalogons wird der Schlupf der Larven aus den Eiern, die Häutung der Larven und die Kokonbildung verhindert. Erwachsene Flöhe legen nach Kontakt mit Pyriproxyfen entwicklungsunfähige Eier.

Q

Quaddeln
Urtica, primäre Effloreszenz, akutes Reizödem im Bereich der Kapillargefäße durch Änderung deren Permeabilität, sichtbar als Erhebung der Haut.

R

Repellens
von lat. repellere - zurückstossen, vertreiben, abweisen, verschmähen

Chemische Substanz, die bewirkt, dass die Parasiten den Wirt verlassen bzw. gar nicht erst aufsuchen.

S

S-Methopren
Das Juvenilhormonanalogon verhindert die Larvenentwicklung und Verpuppung der Flöhe.
Sekundäreffloreszenzen
Pathologische Hautveränderungen, die nicht primär durch die Erkrankung verursacht werden, sondern sich im Anschluss an die primären Effloreszenzen entwickeln
br />-> Schuppen, Krusten, Erosionen, Abschürfungen, Schrunden, Geschwüre, Narben und Atrophie der Haut
Sepsis
Allgemeininfektion mit Krankheitserscheinungen, die infolge konstanter oder periodischer Mikrobenaussaat von einem Herd aus in die Blutbahn auftreten (sog. Blutvergiftung, Septikämie).
Spot-on
Applikationsform; für Kleintiere meist in kleinen Tuben befindliches flüssiges Präparat, dass man am Rücken auf die Haut aufträgt, möglichst an einer Stelle, wo ein Ablecken nicht möglich ist.

T

Trichogramm
Zupfen Sie dem Patienten Haare aus. Legen Sie diese dann alle in gleicher Ausrichtung auf einen Objektträger und fixieren Sie sie mit einem Deckglas oder einem Klebestreifen.
Triflumuron
Die Bildung des Enzyms Chitinsynthetase wird verhindert, wodurch die Bildung von Chitin so beeinflusst wird, dass die Larve bei der Häutung das alte Exoskelett nicht verlassen kann und abstirbt.

U

Ulceration
Geschwürbildung

W

Wachstumsregulatoren
IGR – Insect Growth Regulators; zwei Arten

JHA – Juvenilhormonanaloga
CSI – Chitinsyntheseinhibitoren

G

genetische Disposition
Erbliche Veranlagung